Neusten Berichten zufolge, zeigen Wikileaks Dokumente, dass auch hochrangige französische Unternehmen durch die NSA ausspioniert wurden. Dahinter stecken offenbar hauptsächlich ökonomische Grüne.

Immer mehr Details über internationale Spionage-Akte durch den US-Amerikanischen Geheimdienst NSA kommen nun durch die Enthüllungsplattform WikiLeaks zutage. Neuesten Meldungen zufolge sollen nicht nur Angehörige der französischen Regierung ausspioniert worden sein, sondern auch hochrangige Unternehmen des Landes. Die Informationen, die über Jahre hinweg durch den Geheimdienst dabei gesammelt wurden, betrafen vor allem Unternehmen, die großvolumige Export-Aufträge für Industriegüter durchführten. Darunter waren unter anderem Luftfahrt, Hochgeschwindigkeitszüge, Atomkraftwerke usw. Dafür wurden anscheinend alle Verträge mit einem Wert von über 200 Millionen US-Dollar aus verschiedensten Branchen wie der Telekommunikation, Strom- und Gasversorgung, Öl und Gesundheitswesen abgefangen und analysiert.

Darüber hinaus zeigen die Dokumente, dass anschließend diese Informationen mit anderen US-Behörden geteilt wurden – darunter angeblich auch jene für Energie, Handel und Finanzen. Somit zeigt sich, dass die NSA nicht nur eine geopolitische Rolle einnimmt, sondern auch wirtschaftliche Interessen des Landes bedient. Wir berichteten bereits darüber, dass es einen US-Amerikanischen Dienst gibt, der einheimischen Unternehmen Informationen über ausländische Konkurrenz auf Antrag beschafft. Lesen Sie hier mehr zu dem Thema "Wirtschaftsspionage auf Bestellung". Und dabei ist offensichtlich auch die deutsche Wirtschaft von großem Interesse für die USA, wie Medien berichten.