Am Montag, den 22. Oktober war der Bundestagsabgeordnete Matern von Marschall zu einer Besichtigung bei der befine Solutions AG in seinem Heimatwahlkreis Freiburg. Im Zentrum des Austauschs mit CEO Dominik Lehr und CFO Oliver Kenk standen die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung sowie die Innovationsförderung.

Erstes Gesprächsthema waren Innovationen zur Stärkung der Cybersicherheit in Deutschland und Europa. Herrn von Marschall ist im Allgemeinen die Cybersicherheit ein wichtiges Anliegen, insbesondere hat er vor diesem Hintergrund ein großes Interesse an technologischen Innovationen, um Europa damit wettbewerbsfähiger und sicherer zu machen.

Nach der diesjährigen Sommerpause stellten Bundesverteidigungsministerin von der Leyen und Bundesinnenminister Seehofer die neue Cyberagentur vor. Diese soll mithilfe von Innovationen die IT-Sicherheit in Deutschland stärken. Hochspezialisierte Technologieforschung und deren Förderung im frühen Stadium ist ein wichtiges Element im Kampf gegen die Cyberkriminalität.

Allerdings sollten auch Technologien nicht vernachlässigt werden, die bereits heute konkrete Bedrohungen in puncto IT-Sicherheit angehen. So haben nach wie vor ca. 80% aller Europäischen Unternehmen keine Maßnahmen ergriffen ihre E-Mail-Kommunikation oder ihren Dateiaustausch zu sichern, oder sie bedienen sich ungeeigneter Methoden, z.B. aus der Cloud ‒ Stichwort 'Shadow IT'. Länderspezifische Lösungsansätze wie die De-Mail scheitern trotz immensem Mitteleinsatz an Hürden wie Bedienbarkeit oder Landesgrenzen. Hier besteht derzeit eine Förderlücke zwischen Gründungs- und Wachstumsphase nach 2 bis 5 Jahren, einechtes Handlungsfeld für die Politik.

E-Mail ist nach wie vor das wichtigste Kommunikationsmittel. Jedoch besteht hier eine Diskrepanz: man spricht von Sprungtechnologien einerseits, andererseits schaffen es viele aber nicht, einfache Lösungen für die tägliche Kommunikation zu schaffen. Genau das wollen wir aber abdecken. Wir befinden uns im Dreieck aus: Sprungtechnologien, tägliche Anwendbarkeit, Digitalisierung.“ So Oliver Kenk, CFO von befine Solutions. Der Ansatz von Cryptshare ist es nicht ein neues Kommunikationsmittel zu schaffen, sondern die Schwächen eines bereits etablierten Kanals ‒ der E-Mail zu verbessern (große Dateianhänge, Nachvollziehbarkeit, Sicherheit). Dieser Ansatz ist zwar nicht so aufregend wie Sprunginnovationen, bietet jedoch einen hohen Mehrwert. Die Politik hat hier die Aufgabe, bei der Sensibilisierung und Aufklärung der Menschen mitzuwirken.

Heute geht Bequemlichkeit häufig zu Lasten der Sicherheit: um viele Dienste benutzen zu können, werden diesen von den Nutzern ihre persönlichen Daten zur Verfügung gestellt. Hier ist es daher umso wichtiger, Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit zu vereinen. Ein Weg, den Cryptshare im kommenden Jahr mit der Einführung der QUICK Technologie nochmals maßgeblich prägen und konsequent weitergehen wird.

„Noch leben wir in einer Welt, welche die physische Zustellung von vielen Schriftstücken, insbesondere aus der Verwaltung, rechtlich zwingend macht“, so der Bundestagsabgeordnete von Marschall. Alle Gesprächsteilnehmer sind sich einig, dass für den rechtssicheren digitalen Datenversand eine richterliche Würdigung notwendig wäre. Auch beim Fax kam dies erst durch einen Rechtsstreit zustande. Könnte dann eine digitale Nachricht analog zum Einschreiben genutzt werden, wäre das laut von Marschall ein enormer volkswirtschaftlicher Nutzen.

Es besteht also durchaus noch Handlungsbedarf, um digitale Innovationen und Technologien weiter voran zu bringen.

 

Wir bedanken uns sehr für das interessante Gespräch und den spannenden Gedankenaustausch, der uns die Idee für den Startpunkt eines neuen Formats gegeben hat. Auch in Zukunft werden wir als Experten aus der Praxis einen regelmäßigen und parteienübergreifenden Austausch mit der Politik, Unternehmen und anderen IT-Experten suchen. Gerne stehen wir bei Interesse auch Ihnen zur Verfügung!