Am 28. Januar 2018 ist Tag des Datenschutzes, ein Anlass, um die jüngsten Entwicklungen in China näher zu betrachten, die Auswirkungen auf Unternehmen, insbesondere kleine, haben werden.

Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Wer sie auswerten, Trends erkennen und Vorhersagen treffen kann, hält den heiligen Gral in seinen Händen. Deshalb ist das Interesse an Daten auch so groß. Es ist vor allem ökonomisch motiviert (wie wir bereits im Beitrag zum gleichen Thema im Vorjahr aufgezeigt haben). Der Kampf um die digitalen Daten wird immer stärker von staatlicher Seite geführt. Das Interesse auf (schützenswerte) Informationen zuzugreifen und den Zugriff auf ungewollte Informationen zu sperren, machen aktuelle Medienberichte über das Sperren von Virtual Private Networks in China deutlich. Das wird sich auch auf Unternehmen auswirken. Wie schützen vor allem kleine Unternehmen ihre Geschäftsdaten?

Der Drache strebt nach "Cybersouveränität"

Ausländische Firmen und ihre Mitarbeiter verlassen das Land und seine Bewohner bleiben der Überwachung des Staates ausgeliefert. Als „Cybersouveränität“ bezeichnet die chinesische Führung ihre Internetpolitik. Das Netz soll für alle sicher sein. Letztlich bedeutet das, dass nur mit der Staatsideologie konforme Internetseiten und -dienste in China erwünscht und zugelassen sind. Die Internetauftritte des Wall Street Journals und der New York Times gehören genauso wenig dazu wie das soziale Netzwerk Facebook, der Kurznachrichtendienst Twitter oder die Videoplattform YouTube. Die Suchmaschine Google ist in dem Land bereits seit 2010 nicht erreichbar.

Dickere Luft und dünneres Breitband für Unternehmer

Zum 1. Februar dieses Jahres wird es noch enger: unlizenzierte VPN-Zugänge werden in China verboten. Vor allem Unternehmen nutzen VPNs, um sich im freien Internet bewegen zu können – ein Weg der dem durchschnittlichen chinesischen Bürger seit Jahren verwehrt ist und nun auch das ganze Land treffen soll. Für eine „saubere digitale Sphäre“ schaltet die chinesische Regierung VPN-Leitungen bis März 2018 voraussichtlich komplett ab. Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Energieversorger oder Transportunternehmen etwa müssen sogar staatlich genehmigte Software verwenden. Obendrein verlangt die Regierung von ausländischen Unternehmen ihre Unternehmensdaten auf Servern in China zu speichern so dass, im Falle von Sicherheitsbedenken, chinesischen Behörden ungehindert Zugriff erhalten können. Was tun, wenn der Preis seine Unternehmensgeheimnisse zu wahren zu hoch wird?

In den Fängen das Datenkraken

Internationale Konzerne können ihre Mitarbeiter aus den smog-geplagten chinesischen Großstädten an luftigere Standorte ins amerikanische oder europäische Ausland setzen. Was bleibt jedoch den vielen kleinen und mittelständischen ausländischen Unternehmen als das (Macht)Spiel des Chinesischen Staates mitzuspielen? Verschlüsselungssoftware stellt ein adäquates Mittel dar sensible Unternehmensinformationen zu schützen. Cryptshare hat das Potenzial, diese Situation anzugehen, da es den Austausch von E-Mails und Dateien über eine gesicherte Verbindung ermöglicht.

China ist nur ein Beispiel, an dem man sehen kann, wie groß das Interesse an der Kontrolle von Daten durch Regierungen ist. Es ist davon auszugehen, dass staatliche Einflussnahme auf die Erhebung, Auswertung und Kontrolle digitaler Daten in Zukunft weiter zunehmen wird.