Eine neue Erhebung im Auftrag von BITKOM zeigt, wie deutsche Unternehmen aktuell in Sachen IT-Sicherheit aufgestellt sind. Obwohl die meisten Unternehmen über einen „guten Basisschutz“ verfügen, mangelt es häufig an umfassenderen Maßnahmen. Besonders beim Mittelstand.

Eine im Auftrag von BITKOM durchgeführte Umfrage zeigt, dass viele deutsche Unternehmen zwar über einen gewissen Grundschutz vor Cyberangriffen verfügen, darüber hinaus aber noch etliche Lücken zu schließen sind. Alle der gut 1.000 befragten Sicherheitsbeauftragten gaben an, dass Passwortschutz auf allen Geräten, sowie Firewalls und Virenscanner in ihren Unternehmen eingerichtet seien. Immerhin noch 80 Prozent nutzen verschlüsselte Netzwerkverbindungen. Großen Aufholbedarf hingegen gibt es im Bereich des Datenschutzes und der Angriffserkennung: ca. 45 Prozent der deutschen Unternehmen verschlüsseln ihre Daten und nur 40 Prozent ihren E-Mail-Verkehr. Dabei birgt  gerade der alltägliche Austausch von Informationen und Dateien via E-Mail ein Gefahrenpotenzial. „Gängige Schutzmaßnahmen wie Virenscanner und Firewalls reichen in vielen Fällen nicht mehr aus“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Diese sind jedoch inzwischen einfach unternehmensweit einsetzbar und bedeuten kaum noch Aufwand für den Endnutzer. Dies dürfte wohl auch der Grund für viele Unternehmen sein, E-Mail-Verschlüsselung bisher nicht in ihren Grundschutz zu integrieren. Viele Lösungen sind entweder zu komplex für den Anwender, aufwändig in der Installation oder lösen nicht das Problem von großen Dateien, die ebenfalls sicher ausgetauscht werden müssen. Das Ergebnis ist die sogenannte Schatten-IT, in der unsichere Cloud-Lösungen in Verbindung mit nicht verschlüsselten E-Mails die bequemere Variante für den Nutzer darstellen. Deshalb sollten Sicherheitsbeauftragte eine Lösung finden, die E-Mails und große Daten verschlüsselt, einfach in der Integration und Anwendung ist und die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien und Compliance-Vorgaben vereinfacht.